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Die 10 E-Commerce-Trends: was müssen Sie für erfolgreiches Business berücksichtigen?

Die Coronavirus-Pandemie hat das Verbraucherverhalten radikal verändert. Der E-Commerce hat im Jahr 2020-2021 ein beispielloses Wachstum erlebt: Menschen, die noch nie online eingekauft hatten, gaben sich dem E-Commerce hin, und die Menschen, die möglicherweise bereits über das Internet eingekauft haben, festigten nur die Gewohnheit. 

Der Kontext der Pandemie hat also sowohl Marken als auch Verbraucher dazu gezwungen, endgültig auf Digital umzustellen. Dieser neue Einstieg in den Online-Markt hat Händlern und Branchen die Augen für die Herausforderungen und Chancen des Online-Marktes geöffnet.  

Und wie wird es weiter in der Zukunft sein? Was sind die wichtigsten Tendenzen im E-Commerce, die ihn weiterhin vorantreiben? Laut Statista werden E-Commerce-Umsätze im Einzelhandel bis zum Jahr 2024 6,388 Billion USD erreichen.    

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Der Anteil von E-Commerce im globalen Markt wird sich auch erhöhen und 21.8 % betragen.

Um im Online-Handel erfolgreich zu sein, müssen Sie die aktuellen Trends der Branche kennen. Im Folgenden sind wichtige zehn E-Commerce Trends 2021-2022 aufgeführt, die Sie unbedingt im Auge behalten sollten. 

Personalisierte Erfahrung

Die individuelle Anpassung des E-Commerce-Einkaufserlebnisses schafft eine enge und kontinuierliche Beziehung zum Kunden. Die bis dahin auf Offline beschränkten Anforderungen jedes Menschen sind bereits in das digitale Leben integriert. Dies ermöglicht es Online-Shop-Managern, diese Identitäten zu verwenden, um Kampagnen, Gutscheine, Angebote und Präsentationen anzupassen. Laut Statistik haben 33 % der Kunden ihre Beziehungen zu Unternehmen aufgehört, wobei ihnen die mangelnde oder fehlende persönliche Einstellung zu ihnen aufgefallen ist.

Personalisierte Erfahrung basiert auf bestimmten Daten, wie Suchanfragen, Browsing und Kaufhistorie, somit können die Unternehmen ihren Kunden zeigen, was ihnen wirklich wichtig ist. Ein Beispiel? Melden Sie sich bei einem E-Commerce-Händler wie Amazon an, um Produktempfehlungen basierend auf früheren Käufen zu erhalten.

Omnichannel 

Omnichannel bietet ein kontinuierliches und konsistentes Einkaufserlebnis über alle Kanäle und Geräte hinweg. Für das kommende Jahr 2022 wird mit steigenden Umsätzen bei Mobilgeräten und Sprachassistenten erwartet, dass die Zahl der Omnichannel-Konsumenten noch weiter ansteigen wird. 73 % der Käufer nutzen Omnichannel für Shopping. 

Omnichannel ist eine Vertriebsstrategie, die verschiedene Kommunikations- und Verbreitungskanäle integriert und den Kunden ein einheitliches Markenerlebnis bietet, sodass jeder zwischen mehreren Kanälen wechseln kann und dennoch die beste Qualität der von ihnen gekauften Dienstleistungen und Produkten erzielt. 

Mit Blick auf den Omnichannel-Trend bedienen solche E-Commerce-Giganten wie Amazon ihre Verbraucher auch in der physischen Version von Geschäften. Digital Business kann die E-Commerce-Umsätze mit interaktiven Kiosk- und Pop-up-Stores steigern. Neben der Erfüllung der Nachfrage nach Online-Bestellungen bietet es mehr Komfort und eine schnellere Lieferung durch Abholung im Geschäft an.   

Optimieren Sie Ihre Website für Mobilgeräte – wenn Sie ein Budget haben, investieren Sie in Ihre eigene App. Der zweite Schritt besteht darin, mehrere Kauf- und Lieferoptionen anzubieten.  

Chatbots

Intelligente Online-Messaging-Roboter sind die Gegenwart und Zukunft des Kundenservice im E-Commerce. Diese KI-Assistenten (Künstliche Intelligenz) wurden entwickelt, um das Einkaufserlebnis zu verbessern und können verschiedene Aufgaben erledigen, die typischerweise Menschen zugewiesen werden, wie z.B. Fragen beantworten, Lösungen präsentieren, eine Beschwerde besprechen und Termine vereinbaren.

Ein wichtiger Vorteilen des Einsatzes eines Chatbots im E-Commerce ist, dass die Mitarbeiter mehr Zeit haben, sich auf andere Aufgaben zu konzentrieren. Chatbots ermöglichen,mehr Zeit und Aufmerksamkeit neuen Geschäftswachstumsmöglichkeiten zu widmen.

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Die Verbraucher erwarten, dass Chatbot ihnen hilft, den Kauf mit nur wenigen Klicks abzuschließen. Ein Bot kann zum Beispiel eine CRM-Basis nutzen und gemäß dem Einkaufskorb des Verbrauchers neue Produkte empfehlen, das Erlebnis personalisierter gestalten und die Kaufentscheidung optimieren. Die am weitesten fortgeschrittene Phase ist, dass Bots in der Lage sind, Produkte entsprechend der Verbraucherwünschen vorzuschlagen.  

Voice Shopping

Der Einsatz von Spracheinkaufssystemen wird in der Post-Covid-Welt voraussichtlich stark zunehmen. Das ist einer der wichtigsten Trends für den Handel in den kommenden Jahren. Dies wird eine radikale Transformation der Branche sein, die viel tiefer geht als der E-Commerce, und es hat das Potenzial, die Beziehungen der Kunden zu den Marken vollständig zu verändern. Ein Bericht von OC&C Strategic Consultants prognostiziert, dass die Sprachkäufe im Jahr 2022 mehr als 40 Milliarden US-Dollar erreichen werden, gegenüber 2 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Das Wachstum von Smart-Home- Geräten wie Google Home und Amazons Alexa schafft eine neue Dynamik für die Art und Weise, wie Marken mit der Öffentlichkeit umgehen, und schafft neue Herausforderungen. 

In Anbetracht der Tatsache, dass Sprachassistenten in verschiedenen Gerätetypen vorhanden sind, werden sie dazu beitragen, dass die Barrieren zwischen M-Commerce, E-Commerce und physischem Einkauf beseitigt werden.

Mobiles Einkaufen 

Da immer mehr Käufer bei möglichen Einkäufen auf Smartphones und Tablets zurückgreifen, ist ein auf Mobilgeräte ausgerichteter Digital Commerce unabdingbar. M-Commerce, auch Mobile Commerce genannt, stellt bereits heute den größten Anteil am weltweiten Online-Handel und wird in den kommenden Jahren sicherlich weiter wachsen. 

Die Verbesserung des Smartphone-Checkouts bedeutet die Bereitstellung spezifischer Funktionen, die für die Fähigkeiten mobiler Geräte optimiert sind. Ein optimierter Checkout-Prozess beinhaltet das Entfernen von Hindernissen, die den Benutzer stören, direkt zum Warenkorb zu übergehen. Idealerweise greift er mit nur einer Berührung des Bildschirms auf den Warenkorb zu, ohne Pop-ups, zusätzliche Klicks und unnötige Schritte.

Vereinfachen Sie die Passwortwiederherstellung; machen Sie Ihren Kaufverlauf leicht zugänglich; verwenden Sie den Standort des Kunden zeigen Sie die richtige Tastatur für jedes Formular zum Ausfüllen von Feldern an; bieten Sie Smartphone-optimierte Zahlungsmöglichkeiten an. Achten Sie besonders auf Details: So hebt sich Ihr E-Commerce von der Konkurrenz ab. 

Marktplatz

Analysten sagen voraus, dass Transaktionen auf Marktplätzen bis 2024 99.423 Millionen US-Dollar erreichen werden – und die Zahl der Verbraucher in diesem Segment könnte im selben Jahr 38.000 erreichen. Darüber hinaus können diese Kanäle bei einer guten Transaktion die Kundenbindung, die Konversionsraten und die Kundenloyalität erhöhen.

Auf den Marktplätzen suchen die Verbraucher eher nach Lösungen als nach Marken. Deshalb war der Aufbau einer Marke noch nie so wichtig – und so schwierig. Vor diesem Hintergrund müssen die Unternehmen ihre Produktseiten auf Marktplätzen in reichhaltige und ansprechende Erlebnisse verwandeln und einzigartige maßgeschneiderte Produkte über ihre eigenen Kanäle anbieten. Die Verbraucher belohnen zunehmend die Unternehmen, welche personalisierte Erlebnisse anbieten. 

Diesen Trend nennen Experten „Amazonifizierung“. Bei Amazon beispielsweise stammt die Hälfte aller verkauften Produkte von Drittanbietern. 

Soziale Netzwerke 

Immer mehr Menschen kaufen aufgrund ihrer rasanten Entwicklung über soziale Netzwerke ein. Heute sind soziale Netzwerke mehr als nur Werbekanäle, und auf den beliebtesten Plattformen, die man täglich nutzt, können die Menschen bequem und schnell Produkte kaufen oder Dienstleistungen bestellen. 49% der Käufer gaben an, dass soziale Medien sie zum Kauf inspirieren. 

Soziale Netzwerke 

Quelle: https://www.statista.com/chart/5194/active-users-of-social-networks-and-messaging-services/ 

Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest haben bereits die Möglichkeit zur Nutzung von Produktkatalogen eingeführt, was den Online-Umsatz deutlich gesteigert hat. Instagram hat beispielsweise die Funktion für „einkaufbare Beiträge“ («shoppable post») eingeführt, die es den Unternehmen (und dazwischen auch Social Commerce Sturtups) ermöglicht, Produkte mit Shopping-Tags in Beiträgen oder mit Stickers in Stories zu markieren. 

Wenn Nutzer auf ein Produkt-Tag in einem Beitrag oder einen Sticker in einer Story klicken, sehen sie:

  • Produktbild
  • Kurzbeschreibung
  • Preis
  • Button zum Übergehen auf die Website oder zum Kaufen des Produktes 

B2B Commerce 

B2B-E-Commerce ist groß, laut Statista erreicht heutzutage der B2B-Umsatz 31.19 bn USD. Großhandelskunden erwarten die B2C-Funktionen von Großhandels-E-Commerce-Websites. Das bedeutet, dass B2B-Onlineshops genauso bequem sein sollten wie B2C-Onlineshops. Auch dank Marktplätzen wie Amazon und Alibaba verschwimmt die Grenze zwischen B2B und B2C. B2B E-Commerce Trend muss im Auge von Großhändlern stark behalten werden. 

B2B Commerce

Bewussterer Konsum

Neben all diesen Punkten nehmen Kunden zunehmend Nachhaltigkeit und soziale Wirkung als Kaufkriterien an. Viele Verbraucher würden ihre Konsumgewohnheiten ändern, um ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.  Den Nachhaltigkeitstrend zu ignorieren bedeutet, eine große Konsumentenanzahl zu ignorieren, die zunehmend steigert und sehr anspruchsvoll ist, was sie konsumiert und wer sie mit Produkten beliefert. Solche Kunden schätzen das Engagement von Unternehmen für ethische und nachhaltige Themen.  

Ein gutes Beispiel ist der Verkauf von gebrauchten Luxusprodukten – ein Geschäftsmodell, das als Recommerce bekannt ist. Auch der Bereich Bioprodukte sowie die Internetrecherchen nach nachhaltigen Produkten nehmen zu. 

Die E-Commerce-Marken, die auch in der Zukunft relevant und wettbewerbsfähig bleiben wollen, sollten nachhaltige Praktiken in ihrer Produktionskette anwenden. Die wichtigste Empfehlung für E-Commerce ist biologisch abbaubare Verpackungen und wiederverwertbare Materialien zu nutzen. Von einer sehr großen Bedeutung ist auch die Schaffung von Recyclingrichtlinien, die Einführung eines nachhaltigen Verkehrs, die Einrichtung eines Homeoffice für Mitarbeiter zur Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs, nachhaltigere Alternativen für derzeit verkaufte Produkte usw. 

Um diesem Trend gerecht zu werden, muss das Unternehmen seine ökologische und soziale Verantwortung verstehen und der Öffentlichkeit zeigen, mit welchen Praktiken und Maßnahmen eine positive Wirkung erzielt wird. 

Erweiterte Realität

Unternehmen investieren bereits Tausende von Dollar in neue Funktionen und setzen dabei auf die Weiterentwicklung von Virtual Reality (VR) und Augmented (AR) Technologien. AR hat die Zweifelslücke im E-Commerce geschlossen. Auch wenn die Käufer gerne online shoppen, sind sie sich meistens unsicher, ob die Lackfarbe an der Wand gut aussehen würde, ob der Sessel zur Einrichtung des Raumes passt und ob der Esstisch zum Platzangebot passt.

Die VR und AR Funktionen haben große Zukunft. Sogar Facebook steht in der Richtung der Erstellung einer “Meta-Welt”. Metaverse ist eine virtuelle Welt, auf welche die Menschen über verschiedene Geräte zugreifen können. Das betrifft vor allem Arbeitsalltag, Spiele und Fitness.  

Augmented Reality

Augmented Reality gab den Kunden die Sicherheit, die sie für den Kaufabschluss brauchten. Kein Wunder, dass das Feature als großer Trend für 2022 bezeichnet wird. Schließlich hat es seine Wirksamkeit bereits bewiesen und hebt den Store auf ein ganz neues Level. 

E-Commerce ist ein ständig wachsendes Feld. Mit dem steigenden Kaufpotenzial der Verbraucher auf der ganzen Welt, der Verbreitung sozialer Medien und der sich ständig weiterentwickelnden Infrastruktur und Technologie wird die Zukunft des E-Commerce im Jahr 2022 noch dynamischer. 




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